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Essays über die Gita

Autor: Sri Aurobindo

 

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Diese Essays sind eine sehr empfehlenswerte Einführung in die Bhagavadgita. Sie vermeiden intellektuelle Spekulationen und Interpretationen über die Gita, sondern spüren den spirituellen Gehalt den in ihr enthaltenen Ideen auf.

"Wir nahen uns ihr, um von ihr Hilfe und Licht zu empfangen. Unsere Absicht muss sein, ihre wesentliche und lebendige Botschaft, also das in ihr zu unterscheiden, was sich die Menschheit für ihre Vervollkommnung und für ihr höchstes spirituelles Wohlergehen zu eigen machen muss."
(Sri Aurobindo)
Essays über die Gita
580 Seiten, leinen gebunden
22,7, x 16,5 x 4,5 cm
Verlag Hinder + Deelmann
3. Auflage 2009
ISBN 978-3-87348-153-7
Das philosophische System der Gita, ihre Darstellung der Wahrheit, ist nicht jener vitalste, tiefste und ewig beständige Teil ihrer Lehre. Doch ist das meiste Material, aus dem das System zusammengesetzt Ist, nämlich die hauptsächlichen überzeugenden und eindringlichen Ideen, die in ihre komplexe Harmonie eingewoben sind, ewig wertvoll und gültig. Sind sie doch nicht nur lichtvolle Gedanken oder überraschende Spekulationen eines philosophischen Intellekts, vielmehr bleibende Wahrheiten spiritueller Erfahrung, als wahr erweisbare Tatsachen unserer höchsten psychologischen Möglichkeiten, die niemand unbeachtet lassen kann, der versucht, das Geheimnis des Seins in seiner Tiefe zu verstehen. Sei das System, was es wolle: sicherlich Ist es nicht, wie die Kommentatoren es darzustellen sich bemühen, abgefaßt oder bewußt angelegt, um ausschließlich eine bestimmte Schule philosophischen Denkens zu bestätigen oder um die Ansprüche einer bestimmten Form von Yoga mit Nachdruck vorzutragen. Die Sprache der Gita, ihre Denkstruktur, die Art, wie sie die Gedanken kombiniert und miteinander ausgleicht, passen weder zum Temperament eines sektiererischen Lehrers noch zum Geist einer streng analytischen Dialektik, die einen Gesichtswinkel der Wahrheit herausschneidet, um dann alle anderen auszuschließen. Vielmehr bewegen sich hier die Gedanken in einem weiten, die Wahrheit mit seinen Wogen umkreisenden Fluß, der ein grenzenloses synthetisches mentales Bewußtsein und eine reiche synthetische Erfahrung offenbart. Die Gita ist .eines jener großen synthetischen Werke, an denen indische Spiritualität ebenso reich ist wie an der Schöpfung stark wirkender, vornehmer Bewegungen der Erkenntnis und religiösen Verwirklichung, die mit absoluter Konzentration eine einzige Grundlinie, einen Pfad bis hin zu seinen äußersten Ergebnissen verfolgen. Sie spaltet nicht, sie versöhnt und eint . . . Die Gita ist keine Waffe für dialektische Kriegsführung. Sie ist ein Tor, das Zugang zur ganzen Welt spiritueller Wahrheit und Erfahrung verschafft. Der Überblick, den sie uns gewährt, umfaßt alle Gebiete dieser erhabenen Region. Sie stellt sie „kartographisch“ dar, aber sie zerschneidet sie nicht durch Mauern oder Zäune, die unsere Schau begrenzen . . .

Eine neue, weithin umfassende Harmonisierung all unserer Gewinne ist sowohl intellektuell wie spirituell notwendig für die Zukunft. Aber genauso, wie die bisherigen Synthesen die ihnen vorausgegangenen zu ihrem Ausgangspunkt nahmen, so muß auch die Synthese der Zukunft, wenn sie auf festem Grund weitergedeihen will, von dem aus fortschreiten, was die großen Gestaltungen spirituellen Denkens und spiri-tuellfer Erfahrung in der Vergangenheit gegeben haben. Unter diesen Gestaltungen nimmt die Gita einen höchst wichtigen Platz ein.

Wenn wir die Gita studieren, wird demnach unser Ziel nicht eine scholastische oder akademische Erforschung ihres Denkens sein, auch nicht die Einordnung ihrer Philosophie in die Geschichte der metaphysischen Spekulation. Auch werden wir mit ihr nicht auf die Art des analytischen Dialektikers umgehen. Wir nahen uns ihr, um von ihr Hilfe und Licht zu empfangen. Unsere Absicht muß sein, ihre wesentliche und lebendige Botschaft, also das in ihr zu unterscheiden, was sich die Menschheit für ihre Vervollkommnung und für ihr höchstes spirituelles Wohlergehen zu eigen machen muß.

Sri Aurobindo
Erste Folge
  1. Was wir von der Gita erwarten und benötigen
  2. Der göttliche Lehrer
  3. Der menschliche Schüler
  4. Der Kern der Lehre
  5. Kurukshetra
  6. Mensch und Lebenskampf
  7. Der Glaube des arischen Kriegers
  8. Sankhya und Yoga
  9. Sankhya, Yoga und Vedanta
  10. Der Yoga des vernunftbegabten Willens
  11. Werke und Opfer
  12. Die Bedeutung des Opferns
  13. Der Herr des Opfers
  14. Das Prinzip göttlichen Wirkens
  15. Möglichkeit und Zweck des Avatartums
  16. Der Werdegang der Avatarschaft
  17. Göttliche Geburt und göttliche Werke
  18. Der göttlich Wirkende
  19. Gelassenheit
  20. Gelassenheit und Wissen
  21. Der Determinismus der Natur
  22. Jenseits der Erscheinungsweisen der Natur
  23. Nirvana und Wirken in der Welt
  24. Das Wesentliche des Karma-Yoga
Zweite FolgeTeil 1:   Die Synthese von Wirken, Liebe und Erkenntnis
  1. Zweieriei Natur
  2. Die Synthese von Hingabe und Erkenntnis
  3. Das erhabene göttliche Wesen
  4. Die göttliche Wahrheit und der göttliche Weg
  5. Werke, Ergebenheit und Wissen
  6. Das höchste Wort der Gita
  7. Gott in der Macht des Werdens
  8. Die Theorie vom Vibhuti
  9. Die Schau des Welt-Geistes - Der Zerstörer Zeit
  10. Die Schau des Welt-Geistes - Der doppelte Aspekt
  11. Der Weg und der Bhakta
  12. Das tiefste Geheimnis
Teil 2:   Das Feld und sein Kenner
  1. Ober die Gunas hinaus
  2. Die drei Purushas
  3. Die Fülle spirituellen Handelns
  4. Deva und Asura
  5. Gunas, Glaube und Werke
  6. Gunas, Mental und Werke
  7. Svabhava und Svadharma
  8. Hin zum höchsten Geheimnis
  9. Das höchste Geheimnis
  10. Die innerste Absicht der Gita
  11. Die Botschaft der Gita